Von den griechischen Küsten über norwegische Wälder bis zu den Sümpfen Georgias und den Wüsten Arizonas – überall wird Metal gespielt, und überall großartiger. Rotting Christ, Shining, Gatecreeper und Black Tusk kommen nach Gdańsk, um das zu beweisen.
Rotting Christ
Eine Legende der griechischen Szene. Sie begannen bereits in den 80er Jahren mit grindcore – Gemetzel, um zu Beginn der 90er Jahre das Fundament für den originellen Sound des griechischen Black Metals zu legen. „Passage to Arcturo“, „Thy Mighty Contract“ oder „Non Serviam“ gelten heute als Klassiker des Genres. Obwohl sie diesen Stil selbst mitbegründet haben, erwiesen sich seine Grenzen für Rotting Christ als zu eng, und die Tolis-Brüder setzten ihre Reise durch die Dunkelheit auf einem eigenen Weg fort – konsequent eine erhabene, düstere Atmosphäre mit charakteristischer Melodik und tiefer Verwurzelung in der hellenischen Kultur verbindend.
Shining
Kalter norwegischer Black Metal, Progressive Rock aus Zeiten, in denen er wirklich progressiv war – und dazu noch Jazz… Klingt nach einem Rezept für eine Katastrophe, es sei denn, Shining machen es auf ihre erstaunliche und mitreißende Art. Jørgen Munkeby, der Kopf der Band, ist ein ebenso versierter Gitarrist wie Saxofonist und dazu ein hervorragender Sänger. Er ist wohl auch der einzige Mensch auf der Welt, der damit prahlen kann, in so extrem unterschiedlichen und zugleich herausragenden Bands wie Jaga Jazzist und Emperor gespielt zu haben. Shining beenden gerade die Arbeit an einem neuen Album. In welche Richtung wird diese Achterbahnfahrt diesmal gehen?
Gatecreeper
Ein Wüstenmonster aus Arizona und einer der führenden Vertreter der neuen Welle des amerikanischen Death Metals. Auf ihrem von Kritikern gefeierten dritten Album „Dark Superstition“ verbinden sie die Wildheit der frühen Death- und Obituary-Platten mit der gepanzerten Wucht von Bolt Thrower und schwedischer Melodik – und prägen all dem ihren eigenen, neuen Stempel auf. Gatecreeper sagen von sich, sie spielten Death Metal für Stadien. Wer weiß – vielleicht erlebt dieses gnadenlose Genre dank ihnen tatsächlich einen zweiten Ausbruch aus dem Underground.
Black Tusk
Mehr Sludge Metal – die Werft hält das aus! Das Quartett aus Georgia bringt zum Mystic Festival seine markentypische Mischung aus punkiger Lässigkeit, stonerhaftem Gewicht und sumpfigem Dreck mit. Von der vor zwei Jahrzehnten erschienenen Debüt-EP „When Kingdom Falls“ bis zum letztjährigen Album „The Way Forward“ bleibt die Band ihrer bewährten Formel treu, die sich live auf eine einfache Regel reduziert: Man muss schwitzen, sich schmutzig machen und sich ordentlich betäuben lassen.