Mystic Festival 2026: Für immer tot

Manchmal müssen wir schwierige Entscheidungen treffen. Kaffee oder Tee? Hölle oder Himmel? Amerikanischer oder europäischer Death Metal? In dieser Runde schlagen wir uns auf die Seite der Panzertruppen des Alten Kontinents, vertreten durch Benediction, Grave, Unleashed und Severe Torture.

Benediction

In Großbritannien können sich Premierminister ändern, Königinnen und Könige kommen und gehen, doch auf dem deathmetalischen Thron sitzt unverrückbar Benediction. Die Band entstand in Birmingham, der Hauptstadt des weltweiten Metals. Ihr Debüt gaben sie 1990 mit dem Album „Subconscious Terror“, zu einer Zeit, als Death Metal noch ein frisches und kaum definiertes Konzept war. Benediction gehörten zu den Pionieren des Genres und sind bis heute seine Meister – eine der wenigen Bands, die sich niemals durch Kompromisse beschmutzt haben. Nach dem hervorragenden Album „Ravage of Empires“ kehren sie zum Mystic Festival zurück.

Grave

Du wirst niemals… den Himmel sehen. Grave hingegen sehr wohl – schon im Juni wieder in der Danziger Werft. Wir dachten, wir würden diese Legende in der Originalbesetzung nie wieder sehen. Und doch ist es genau die erste Inkarnation von Grave, die an der Wende der 80er zu den 90er Jahren den Sound des schwedischen Death Metals prägte und derzeit Festival- und Clubbühnen in Schutt und Asche legt. Sie haben keine Seele, hassen das Leben und werden euch mit einem Programm, das auf ihren Friedhofs-Hits der 90er basiert, mit Sicherheit ins Grab ziehen. Was will man mehr?

Unleashed

Erhebt die Hämmer hoch, denn aus Schweden kommen die deathmetalischen Wikinger, um eine weitere Schlacht auf Leben und Tod zu schlagen. Johnny Hedlund war Mitglied von Nihilist, vermutlich der einflussreichsten Formation des schwedischen extremen Undergrounds der 80er Jahre. Doch als seine ehemaligen Kollegen Entombed gründeten, setzte er seine Reise allein fort – gen Walhalla. Vom Debüt „Where No Life Dwells“ (1991) bis zum neuesten, bereits 15. Album „Fire Upon Your Lands“ bleiben Unleashed unbesiegt und spielen ihren eigenen, unverwechselbaren Death Metal aus dem eisverkrusteten Norden.

Severe Torture

„Aus dem Rachen des Todes gerissen“ – so lautet der Titel des letzten, vor einem Jahr erschienenen Albums von Severe Torture. So eine Schweinerei würden wir euch niemals antun! Wir versprechen, euch den Niederländern zur Schlachtbank zu überlassen… Die Band entstand in der zweiten Hälfte der 90er Jahre, als brutaler Death Metal alles andere als angesagt war, sodass ihn nur diejenigen spielten, die den Ruf des Blutes wirklich spürten. Seit dem Debütalbum „Feasting on Blood“ bauen Severe Torture ihren Ruf als eine der kompromisslosesten Death-Metal-Bands Europas auf, und heute weiß jeder Fan des Genres, mit welcher Kraft er zu tun hat.