Mystic Festival 2026: Der Adler landet

Rüstet eure Rüstungen: Jeans und Leder. Nach Danzig kommen Saxon, außerdem Cavalera mit einem Set basierend auf „Chaos A.D.“, Primordial sowie Eyehategod.

Saxon
Wir haben euch gehört – alle, die nach klassischem Heavy Metal gerufen haben – und wir antworten auf diesen Ruf. Die britischen Kreuzritter von Saxon tragen uns seit 50 Jahren Hölle, Feuer und Verdammnis entgegen. Als Pioniere prägten sie den Metal-Sound entscheidend, sind Meister der NWOBHM und bleiben eine unerschöpfliche Inspirationsquelle für ganze Legionen von Vertretern sämtlicher Spielarten harter Klänge. Angeblich dürfen wir schon im kommenden Jahr mit ihrem 25. Album rechnen. Sicher ist: Im Juni 2026 wird der Adler erneut in der Werft landen.

Cavalera spielen „Chaos A.D.“

Der Beginn der 1990er brachte uns in Polen Hoffnung auf ein neues, besseres Leben – global betrachtet war es jedoch keine ruhige Zeit. Kein Wunder also, dass Sepultura, die personifizierte brasilianische Wut, korrupte Politiker, den unersättlichen Großkapitalismus, Neokolonialismus, Rassismus und Medienpropaganda ins Visier nahmen. Mehr als drei Jahrzehnte sind vergangen, doch die Botschaft des Albums ist beklemmend aktuell geblieben. Genauso die Musik – sie verbindet die Thrash-Vergangenheit der Band mit Punk, Industrial, New Metal und traditioneller Musik Amazoniens. Max und Igor kommen mit ihrem Projekt Cavalera, um uns „Chaos A.D.“ in voller Länge in Erinnerung zu rufen.

Primordial

Feuersbrünste über brennenden Imperien, die Ruinen einstiger Großmächte, Zivilisationen, die in ihren Grundfesten erzittern, das Klirren der Waffen und die unheilvolle Stille, die schließlich über jedem Schlachtfeld einkehrt. All das ist in der Musik der irischen Gruppe Primordial gebannt. Ihre Musik ist zugleich erhaben und düster, rau und doch auf ihre Weise raffiniert, originell, aber auf einem traditionellen Fundament errichtet. An der Spitze des Zuges schreitet der stolze Nemtheanga – mit Texten, Stimme und Bühnencharisma, die Primordial einzigartig machen.Eyehategod
Zum Blues verurteilt. Durch den Ort, der sie hervorgebracht hat – New Orleans muss nah an der Hölle liegen, das bestätigt jeder – und durch die Zutaten, aus denen sie ihr Gift gebraut haben. Sie mischten Black-Sabbath-Riffs und das Gewicht des Doom Metal, fügten Hardcore und Punk hinzu und würzten mit Thrash. Eyehategod erfanden zu Beginn der 1990er den Sludge Metal, der bereits auf ihrem Debüt „In the Name of Suffering“ perfekt klang – nämlich widerlich. Eine gefährliche und großartige Band, die schnell zum Mystic Festival zurückkehrt – und gut so, wir haben sie auch schon vermisst.